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Anastasia Samoylova

FloodZone
27.6.—22.8.2020
Sommeröffnungszeiten:
Donnerstag, Freitag,  Samstag,
14—18 Uhr
oder nach persönlicher Vereinbarung unter 0151 / 41 99 55 50.

Anastasia Samoylova zog 2016 nach Miami, eine Stadt, die unmittelbar vom Ansteigen des Meeresspiegels bedroht ist. Tropische Farben, sattes Grün, azurnes Blau und pastelliges Rosa dominieren ihre Fotografien ebenso wie das einzigartige Licht der Stadt, deren Hitze und Feuchtigkeit man zu spüren glaubt.
Doch die Stimmung in diesen Bildern ist nachdenklich. Zerbröckelnde Mauern kontrastieren mit  Bildern des Touristenparadieses, der boomende Immobilienmarkt setzt auf luxuriöse Apartmenthäuser mit Blick aufs Meer, während die Wildnis sich an unerwarteten Orten Bahn bricht. Hurrikans sind an der Tagesordnung, und überall ist Wasser. Wellen, Pfützen, Pools und Gischt prägen auch Anastasia Samoylovas urbane Szenen und unerwartete Ansichten: Ihre elegant-subtilen und oft beunruhigenden Bilder fangen auf besondere Weise den prekären Zustand des Lebens am Rande des Untergangs ein.

Anastasia Samoylova, geboren 1984 in Moskau, bewegt sich zwischen beobachtender Fotografie, Studiopraxis und Installation. Im Jahr 2020 zeigte das USF Contemporary Art Museum, Tampa, in ihrer ersten Museums-Einzelausstellung das laufende Projekt FloodZone, das mit über 80 Fotografien 2019 bei Steidl als Buch veröffentlicht wurde.
Anastasia Samoylova erhielt eine Reihe von Stipendien für FloodZone, darunter das South Arts Fellowship und den Michael P. Smith Fund for Documentary Photography. Im Herbst 2020 wird ihre Arbeit im Kunsthaus Wien gezeigt, im Frühjahr 2020 wurde sie im Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, und in der Kunsthalle Mannheim im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie präsentiert. Ihre Arbeiten waren auch im Perez Art Museum, Miami, dem Museum of Contemporary Photography Chicago, der Purdue University, dem Milwaukee Institute of Art and Design, dem Griffin Museum of Photography, der Julie Saul Gallery, New York, der Aperture Foundation, New York, sowie auf zahlreichen Festivals in Brasilien,, Frankreich, Spanien, Israel, den Niederlanden, China und Südkorea zu sehen.
Ihre Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Perez Art Museum Miami, des Wilhelm Hack Museums, Ludwigshafen, des Museum of Contemporary Photography Chicago und der Art Slant Collection in Paris.