Frank Mädlers Ausstellung Selbst fragt danach, wie ein eigenes Leben ins Bild kommen kann – und was dabei aus dem Selbst wird. Im Zentrum stehen die seit 2022 entstehenden Keramiken der Werkgruppe Selbstdarstellungen. Sie nehmen Momente aus Mädlers Leben zum Ausgangspunkt und zeigen dabei auch mögliche Versionen seiner selbst. „Das heißt“, so Frank Mädler, „dass ich immer mich abgebildet habe oder eine Person, die ich auch hätte sein können.“
Ergänzt werden die Keramiken durch die fotografische Werkgruppe Wiesen, in der sich persönliche Erinnerung und Zeitgeschichte verbinden, sowie durch eine Auswahl autobiografischer Polaroids. Gemeinsam kreisen die Arbeiten um die Frage, wie Erinnerung eine Form findet – und wie sich ein Leben darstellen lässt.
„Die Keramiken der Selbstdarstellungen sind keine Symbole. Sie erzählen vom Moment selbst. Vom Moment, wenn Erinnerung eine Form findet, wenn das Material vorgibt, was sich darstellen lässt aus einem Leben.“ — Insa Wilke
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
Frank Mädler wurde 1963 in Torgelow geboren. Er studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Universidad Complutense de Madrid und der Universidad Castilla-La Mancha, Cuenca, und war Meisterschüler bei Astrid Klein. Seit 2000 arbeitet er als freischaffender Künstler in Leipzig.
Frank Mädler wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so u.a. 2004 mit dem Stipendium der Villa Massimo, Rom, 2007 mit dem Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen und 2017 mit der Künstlerresidenz Al Lado in Lima, Peru.
Frank Mädlers Arbeiten befinden sich in zahlreichen internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen wie der American Bank Collection, der Fondation Antoine de Galbert Paris, der Art Gallery of Ontario, Kanada, dem Kupferstichkabinett Dresden, der DZ BANK Kunstsammlung, der Sammlung Deutsche Telekom sowie den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Frank Mädler hat mehrere Monographien und Bücher veröffentlicht, verschiedene Kuratoren und Kritikerinnen haben über seine Arbeit geschrieben, darunter Martina Padberg, Tanja Dückers, Charlotte Gutmann, Lily Koshitavshvili, Maximilian Keller, Christina Leber, Agnes Matthias, Katharina Menzel und Insa Wilke.